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Unter den allgemeinen Fragen haben wir für Sie die am häufigsten erfragten Informationen zum Projekt IDA zusammengestellt.
IDA steht für „Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin“.
nach obenIDA ist ein wissenschaftliches Projekt mit dem Ziel, die Versorgung von Demenzpatienten zu verbessern. In einer für Deutschland bisher einzigartigen Gemeinschaftsinitiative haben es sich der AOK-Bundesverband, die AOK Bayern sowie die forschenden Pharmaunternehmen Eisai und Pfizer zum Ziel gesetzt, Demenzpatienten, die noch in häuslicher Umgebung leben, mehr Lebensqualität zu bieten und ihnen einen längeren Verbleib in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Gleichzeitig will IDA dazu beitragen, die körperliche und seelische Belastung ihrer Angehörigen zu verringern.
nach obenHochrechnungen gehen davon aus, dass heute in Deutschland bereits mehr als eine Million Menschen unter Demenzerkrankungen leiden. Betroffen sind nicht nur die Erkrankten, sondern auch in hohem Maße ihre Angehörigen. Mit Blick auf die steigende durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung gehen Experten in den nächsten Jahrzehnten von einem starken Anstieg der Anzahl von Demenzpatienten aus. Auch wenn sich in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit für Demenzerkrankungen erhöht hat, durchlaufen noch immer viele Demenzkranke und ihre Angehörigen einen langen Weg von den ersten Symptomen bis zu einer gesicherten Diagnose und der entsprechenden Therapie. Insbesondere für die nicht-medikamentöse Versorgung fehlen verlässliche Daten, die dem behandelnden Arzt bei der Betreuung seiner Patienten Hilfestellung bieten. Versorgungskonzepte, die die Lebensqualität der großen Zahl von Betroffenen erhöhen, sind dringend erforderlich und daher einer der Schwerpunkte von IDA.
nach oben IDA untersucht, wie die Betreuung von Demenzpatienten und ihrer pflegenden Angehörigen verbessert werden kann und welche Auswirkungen das auf den Erkrankten hat. Untersucht werden die nicht-medikamentösen Versorgungsansätze wie die Unterstützung in angeleiteten Angehörigengruppen oder die Betreuung der Demenzpatienten und ihrer Angehörigen durch speziell geschulte IDA-Berater/-innen.
Die Umsetzung von IDA erfolgt mit der Unterstützung engagierter Hausärzte, denn der Hausarzt hat bei der Versorgung von Demenzpatienten eine zentrale Rolle. Auf Basis der Studienergebnisse soll er in die Lage versetzt werden, zusätzlich zu seinen ärztlichen Leistungen Beratungsangebote für Angehörige zu vermitteln.
IDA wird als Modellprojekt in der gesamten Region Mittelfranken durchgeführt.
Beteiligen konnten sich daher Allgemeinmediziner, praktische Ärzte und hausärztlich tätige Internisten aus der Studienregion, die AOK-versicherte Patienten mit Demenzen leichten bis mittelschweren Grades betreuen, die noch im häuslichen Umfeld leben.
Teilnehmende Patienten mussten AOK-versichert sein, an einer leichten bis mittelschweren Demenz leiden, 65 Jahre oder älter sein, einen unterstützenden Angehörigen als Ansprechpartner haben und noch zu Hause leben.
Die Studie ist bereits abgeschlossen. Es können keine neuen Patienten in die Studie aufgenommen werden.
nach obenDie Diagnose, Therapie und Zusammenarbeit mit den Nervenärzten wird durch das Projekt gestärkt. Zudem kümmert sich der Hausarzt während der Studienzeit intensiver um den Patienten. So wird der Krankheitsverlauf während der Projektphase verstärkt überwacht. Weiterhin helfen die Patienten mit ihrer Teilnahme mit, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche Angebote zur besseren Versorgung der Patienten wirksam sind. Neben den vom Studienarm abhängigen Angeboten für die Angehörigen erhalten diese als Dankeschön für ihre Teilnahme ein Geschenk. Hier stehen verschiedene Sachgeschenke zur Auswahl.
nach obenInsgesamt nahmen über 390 Patienten, aufgeteilt in drei unterschiedliche Untersuchungsgruppen, an der Studie teil.
nach obenÜber 129 Hausärzte beteiligten sich an dem Projekt. Die Namen und Adressen der teilnehmenden Hausärzte in Ihrer Region finden Sie hier: Übersicht IDA-Ärzte, PDF 48kB
nach obenDie Studie ist bereits abgeschlossen. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu den Ergebnissen.
Die Ergebnisse sollen als Grundlage dafür dienen, den Standard für die Versorgung von Demenzpatienten und die Unterstützung ihrer Angehörigen zu verbessern. Auf Basis der gewonnenen Daten sollen Empfehlungen für die Diagnostik und verbesserte Versorgungskonzepte gegeben werden. Die Ergebnisse werden in jedem Fall publiziert.
nach obenIDA ist ein Gemeinschaftsprojekt des AOK-Bundesverbandes, der AOK Bayern sowie der forschenden Pharmaunternehmen Eisai und Pfizer. Durchgeführt wurde IDA von engagierten Hausärzten in der Modellregion Mittelfranken. Unterstützt wurde das Projekt außerdem von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern, dem Hausärzteverband Bayern, der Bayerischen Landesärztekammer, der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sowie der Angehörigenberatung Nürnberg e. V.
nach obenIDA steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. Elmar Gräßel von der Psychiatrischen Universitätsklinik Erlangen-
Nürnberg und Prof. Dr. Rainer Leidl von der Ludwig-Maximilians-
Universität (LMU) in München, der gleichzeitig auch der Leiter des Helmholtz Zentrums München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) in Neuherberg bei München ist.
Die Projekt-Partner sind im Rahmen ihrer jeweiligen Tätigkeiten auf Versorgungsdefizite in der Versorgung von Demenzpatienten und ihren Angehörigen aufmerksam geworden, die nur mit gemeinsamen Anstrengungen mit den Hausärzten in ihrer Schlüsselstellung abgebaut werden können. Die beteiligten Partner bekennen sich zu ihrer gemeinsamen Verantwortung bei der Erforschung optimierter Versorgungskonzepte.
nach obenMittelfranken bietet sich durch seine Stadt-Land-Struktur als geeignete Modellregion an, denn sie ist hinsichtlich ihrer Bevölkerungs- und der derzeitigen Versorgungsstruktur als repräsentativ für das gesamte Bundesgebiet zu bewerten. Außerdem ist hier eine aktive Gruppe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft vertreten. Nürnberg als Kern der Modellregion bietet bereits einige professionelle Unterstützungsangebote für Angehörige von Demenzkranken und daran möchte IDA anknüpfen. Überdies hat die AOK Bayern ihr ausgesprochen großes inhaltliches Interesse an diesem Projekt bekundet.
nach obenDie IDA-Projektpartner legen auf Transparenz größten Wert. Sie haben sich vertraglich zu einer wissenschaftlichen Evaluation des Projektes sowie zur Publikation der wissenschaftlichen Ergebnisse verpflichtet. Die für die wissenschaftlichen Auswertungen erhobenen Daten werden alle getrennt von Namen und Adressen gespeichert. Alle Projektpartner haben sich ausdrücklich dazu verpflichtet, diese Daten zu keinem Zeitpunkt mit den persönlichen Daten zusammenzuführen. Das Vorgehen und das umfangreiche Studienprotokoll wurden vom zuständigen Datenschutzbeauftragten und der Ethikkommission der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) geprüft und zur Umsetzung empfohlen. IDA wird im Einklang mit den Empfehlungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und den aktuellen Leitlinien zur Diagnose und Therapie der Demenz des Wissensnetzwerkes „evidence.de” der Universität Witten/Herdecke durchgeführt.
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