Fragen von Ärzten

Sie interessieren sich für IDA und haben Fragen? Hier finden Sie Informationen zur Teilnahme am Projekt, zum Studienablauf, der Patientengewinnung und einzelnen Tests der Studie.

Die Studie ist bereits abgeschlossen. Es können keine neuen Patienten in die Studie aufgenommen werden.

  1. Wo bekomme ich als Arzt weitere Informationen zu IDA?
  2. Müssen im Rahmen von IDA bestimmte Medikamente für die Patienten verordnet werden?
  3. Welche Vorteile haben die Hausärzte von der Teilnahme an der Studie?
  4. Welche Angaben werden von den Angehörigen erfragt?
  5. Wann muss der Hausarzt welche Tests durchführen und Fragebögen ausfüllen?
  6. Der Patient zieht während der Studie in ein Heim. Was geschieht nun?
  7. Wie wird der Clinical Global Impression (CGI) beurteilt?
  8. Was sollten Sie beim Ausfüllen des EQ-5D beachten?
  1. Wo bekomme ich als Arzt weitere Informationen zu IDA?

    Die Website www.projekt-ida.de bietet Ihnen aktuelle Informationen zum Stand des Projekts. Ein Newsletter informiert über aktuelle Themen, die im Zusammenhang mit Demenz oder dem IDA-Projekt stehen und kann über unser Online-Formular bestellt werden. Das IDA-Projektbüro schickt Ihnen auch gern Informationsbroschüren zu. Bei Interesse melden Sie sich im IDA-Projektbüro unter der Telefonnummer 0911/218-550 oder 0911/218-969.

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  2. Müssen im Rahmen von IDA bestimmte Medikamente für die Patienten verordnet werden?

    Nein, IDA ist keine klinische Studie. Die Therapiefreiheit des Arztes bleibt in vollem Umfang erhalten. Die Hausärzte können frei entscheiden, ob sie die bisherige Behandlung fortsetzen, andere oder gar keine Medikamente verordnen.

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  3. Welche Vorteile haben die Hausärzte von der Teilnahme an der Studie?

    • Zukünftige Versorgung von Demenzkranken mitgestalten
      Sie beteiligen sich an einem Projekt, dessen Ziel die verbesserte Versorgung und Betreuung von Patienten mit Demenz und deren Angehörigen ist. Damit tragen Sie aktiv zur Beantwortung drängender Fragen der Versorgungsforschung zu Demenzen bei.
    • Fallbezogene Vergütung von bis zu 260 € pro rekrutiertem Patienten und Angehörigen
      Für jeden erfolgreich für das IDA-Projekt rekrutierten Patienten samt seines hauptbetreuenden Angehörigen erhalten Sie einen Pauschalbetrag von 200 €, der innerhalb von 4 Wochen nach Eingang der vollständigen Basisdokumentation vergütet wird. Je 30 € erhalten Sie für die studienbedingte Durchführung der Tests zur kognitiven Leistungsfähigkeit nach einem bzw. zwei Jahren.
    • Aufwandshonorar für engagierte Mitarbeiter von 50 € pro rekrutierten Patienten und Angehörigen
      Pro Praxis wird einem Mitarbeiter, der sich bei der Auswahl und Einschreibung von geeigneten Patienten und Angehörigen engagiert, für jeden rekrutierten Patienten samt seinem hauptbetreuenden Angehörigen eine Aufwandspauschale von 50 € vergütet. Am Ende der Rekrutierungsphase erfolgt für den Mitarbeiter eine einmalige Gesamtabrechung für alle von Ihrer Praxis eingeschlossenen Patienten.
    • Hausärztliche Versorgungsleistungen zusätzlich nach EBM 2000plus abrechenbar
      Die im neuen EBM 2000plus enthaltenen hausärztlichen Leistungen zur Versorgung geronto-psychiatrischer und geriatrischer Patienten (03312 / 03313 / 03314 und 03341) können unabhängig von der oben genannten fallbezogenen Vergütung, also darüber hinaus nach EBM abgerechnet werden.
    • Zertifizierte Schulung der Bayerischen Landesärztekammer
    • Weitere Fortbildungspunkte
      Sie erhalten weitere Fortbildungspunkte, wenn Sie mit kostenfrei zur Verfügung gestellten TAN´s das Online-Fortbildungsangebot zur Demenz der Universität Witten-Herdecke nutzen.
    • Kostenlose Schulung für Arzthelferinnen in der Durchführung des Mini-Mental-Status-Tests und des DemTect®
      An der kostenlosen anderthalb stündigen Schulung können alle interessierten Mitarbeiter Ihrer Praxis teilnehmen. Es erfolgt neben Erläuterungen zu Grundlagen der Demenz eine praktische Übung zur Durchführung dieser wichtigen psychometrischen Testverfahren. Diese Testverfahren sind nach EBM 2000plus abrechenbar und können von erfahrenem Praxispersonal durchgeführt werden.
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  4. Welche Angaben werden von den Angehörigen erfragt?

    Die Hauptpflegeperson des Patienten wird im Verlauf der Studie dreimal (zu Beginn sowie nach 12 und 24 Monaten) angerufen und von einem Projektmitarbeiter nach einem standardisierten Fragenkatalog zu Einzelheiten der Pflegesituation befragt. Dabei geht es um den Zustand des Patienten und um den zeitlichen Aufwand für die Pflege, außerdem um psychische, körperliche und finanzielle Belastungen aufgrund der Pflegesituation. Die telefonische Befragung wird jeweils etwa 30 Minuten dauern. Die verwendeten Fragebögen sind im letzten Register des Schulungsordners enthalten.

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  5. Wann muss der Hausarzt welche Tests durchführen und Fragebögen ausfüllen?

    Nach Abschluss der Eingangsuntersuchung finden 12 und 24 Monate später Folgeuntersuchungen statt. Die durchzuführenden Tests entsprechen denjenigen der Erstuntersuchung, allerdings müssen nicht mehr alle Tests durchgeführt werden. Die Fragebögen zu den Ein- und Zwei-Jahresuntersuchungen werden automatisch zugeschickt. Sie müssen vollständig ausgefüllt zeitnah an das IDA-Projektbüro zurück gesandt werden. Wird der Patient während der Studie in ein Pflegeheim verlegt, wird der sogenannte Heimübertrittsbogen ausgefüllt und an das IDA-Projektbüro geschickt. Anschließend müssen keine weiteren Untersuchungen und Dokumentationen vom Hausarzt mehr vorgenommen werden.

    Einen Überblick über die einzelnen Termine gibt die folgende Tabelle:

      Beginn der Studie Nur in den Gruppen B und C: 6 Monate:
    nach Neuverordnung eines Antidementivums
    12 Monate nach Aufnahme des Patienten in die Studie 24 Monate nach Aufnahme des Patienten in die Studie Patient ist in ein Heim umgezogen
    EQ5D x   x x  
    MMST x x x x  
    DemTect x        
    CGI x x x x  
    Heimübertrittsbogen         x

    Falls in den Gruppen B und C einem Patienten einer der Wirkstoffe Cholinesterasehemmer oder NMDA-Rezeptorantagonist neu verordnet wurde, ist eine Verlaufskontrolle nach sechs Monaten vorgesehen. Dabei möchten wir darauf hinweisen, dass in allen drei Studienarmen die ärztliche Therapiefreiheit uneingeschränkt gültig bleibt.

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  6. Der Patient zieht während der Studie in ein Heim. Was geschieht nun?

    In diesem Fall wird der Heimübertrittsbogen ausgefüllt, der im Schulungsordner enthalten ist. Der vollständig ausgefüllte Bogen wird an das IDA-Projektbüro geschickt. Daraufhin müssen keine weiteren Tests oder Dokumentationen im Rahmen der Studie vorgenommen werden.

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  7. Wie wird der Clinical Global Impression (CGI) beurteilt?

    Bei der Erstdokumentation muss nur die erste Frage beurteilt werden. Der Punktwert wird in den Basisdokumentationsbogen eingetragen. Bei den Verlaufskontrollen nach einem Jahr und nach zwei Jahren müssen die erste und zweite Frage beurteilt werden.

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  8. Was sollten Sie beim Ausfüllen des EQ-5D beachten?

    1. Bitte beantworten Sie die Fragen so, wie Sie dies aus dem Verhalten und den Äußerungen des Patienten beobachten und erschließen können.
    2. Anschließend füllt der Patient den Fragebogen aus. Dabei können Sie oder Ihre Arzthelferin den Patienten unterstützen (Vorlesen der Fragen, Kreuze in Absprache mit dem Patienten setzen).
    3. Wenn der Patient nicht antworten kann (weder schriftlich noch verbal), dann soll der Fragebogen nicht stellvertretend ausgefüllt werden. In diesem Fall würden Sie einen Blanko-Fragebogen (Selbstbeurteilung) und einen von Ihnen ausgefüllten Fragebogen (Fremdbeurteilung) an das Projektbüro zurückschicken.
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